Volkswagen Konzern baut seine Präsenz auf den globalen Wachstumsmärkten nach starkem Q1-Ergebnis aus

• Umsatz von 62,7 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau

• Operatives Ergebnis steigt auf 8,5 Mrd. EUR (13,5 % operative Marge), einschließlich 3,5 Mrd. EUR positiver Fair-Value-Bewertungen, insbesondere aus Sicherungsgeschäften

• Anhaltende Kostendisziplin und ein positiver Absatzmix führen zu robustem Betriebsergebnis auch vor Hedging-Effekten

• Weiterhin starkes Engagement für die Zukunft. Erhöhung der F&E-Ausgaben um 10 Prozent

• Globale Aufstellung unterstreicht die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells

• Ausblick für 2022 bestätigt

• Herbert Diess: „Auch in einer zunehmend polarisierten Welt ist Volkswagen festentschlossen, seine weltweite Präsenz auszubauen und auch künftig profitables Wachstum zu erzielen.“

Der Volkswagen Konzern hat im ersten Quartal 2022 trotz des schwierigen weltweiten Umfelds gute Ergebnisse erzielt. Ausschlaggebend waren ein verbesserter Umsatzmix, eine bessere Preisgestaltung, anhaltende Kostendisziplin und die Flexibilität, die die globale Aufstellung der Gruppe bietet. So konnte Volkswagen die negativen Folgen der weltweiten Versorgungsengpässe bei Halbleitern und Kabelbäumen durch die Umverteilung dieser Ressourcen zwischen den Hauptmärkten in Europa, China und Nord- und Lateinamerika abfedern.

Dies führte zu Umsatzerlösen in Höhe von 62,7 Milliarden Euro (+0,6 Prozent) und einem robusten operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen in Höhe von 8,5 Milliarden Euro, einschließlich positiver Effekte vor allem aus Rohstoffsicherungsgeschäften. Auch ohne diese Effekte liegt das bereinigte operative Ergebnis mit rund 5 Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahr und unterstreicht die Robustheit des Geschäfts. Auf der Grundlage der Zahlen und des erwarteten besseren Halbleiterangebots in der zweiten Jahreshälfte bestätigt der Konzern seinen Ausblick für 2022. Allerdings lassen sich insbesondere die konkreten Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Russland-Ukraine-Konflikt oder die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Geschäft des Konzerns, auf die Weltwirtschaft und das Wachstum der Branche im Geschäftsjahr 2022 noch nicht abschließend beurteilen.

 

„Unser Konzern hat im ersten Quartal trotz der beispiellosen Herausforderungen, denen sich die Welt durch den schrecklichen Krieg in der Ukraine und die anhaltende Pandemie mit ihren Auswirkungen auf die Lieferketten gegenübersieht, erneut große Widerstandsfähigkeit bewiesen“, sagte CEO Herbert Diess. „Als globales Unternehmen verfügen wir über umfangreiche Produktionskapazitäten in allen wichtigen Wachstums- und Absatzmärkten auf der ganzen Welt. Die globale Aufstellung von Volkswagen hat uns geholfen, einen Großteil der negativen Auswirkungen, denen wir derzeit ausgesetzt sind, abzufedern. Auch in einer zunehmend polarisierten Welt ist Volkswagen fest entschlossen, seine weltweite Präsenz auszubauen und seine Transformation zu einem nachhaltigen und vollständig digitalen Mobilitätsanbieter weiter voranzutreiben.“

Der Volkswagen Konzern wird seine Aktivitäten in den globalen Wachstumsmärkten weiter ausbauen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Nordamerika, insbesondere den USA, wo mit einem ambitionierten Wachstumsplan bis 2030 ein Marktanteil von 10 Prozent erreicht werden soll. Vollelektrische Fahrzeuge (BEVs) werden das zentrale Element dieser Strategie sein, und das BEV-Produktportfolio des Konzerns wird bis zum Ende des Jahrzehnts auf über 25 Modelle anwachsen. Außerdem plant der Konzern eine eigene Batteriezellenfertigung in den USA. Volkswagen hat erst vor Kurzem Investitionen in Höhe von 7,1 Mrd. US-Dollar zur Stärkung der BEV-Produktpalette, der F&E und der Produktion in Nordamerika angekündigt.

In seinem größten Einzelmarkt China beschleunigt Volkswagen die Digitalisierung und Elektrifizierung weiter mit Hochdruck. Volkswagen Anhui wird zum neuen E-Mobilitäts-Hub, an dem ab 2023 Modelle auf MEB-Basis gefertigt werden. Im nächsten Jahr wird dort auch ein Batteriesystemwerk die Produktion aufnehmen. Der Konzern hat daher Investitionen in Höhe von jeweils 1 Mrd. Euro für Anhui und Gotion bereitgestellt. CARIAD hat seinen Betrieb in Peking mit bereits 600 Mitarbeitern aufgenommen, um den Software-Stack des Konzerns noch besser an die Bedürfnisse der chinesischen Kunden anzupassen. Es ist geplant, ein landesweit verteiltes F&E-Netzwerk aufzubauen, in dem Beijing, Shanghai, Chengdu und Hefei als erste Hub-Standorte vorgesehen sind. Die Nutzung lokaler Talente ist der Schlüssel für den Ausbau der F&E-Kompetenz des Unternehmens in China.

Weiterhin starkes F&E-Engagement
Im Konzernbereich Automobile stiegen die Ausgaben für Forschung & Entwicklung aufgrund umfangreicher Entwicklungsaktivitäten für zukünftige vollelektrische Modelle und Technologien um 10,0 Prozent auf 4,4 Mrd. Euro. Die F&E-Quote lag bei 8,5 Prozent (Q1 2021: 7,7 Prozent). Gleichzeitig hat der Konzern seine Investitionsaufwendungen um 11,5 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro gesenkt. Damit sank die Investitionsquote auf 3,3 Prozent (gegenüber 3,7 Prozent im Vorjahresquartal).

"Die Ergebnisse des ersten Quartals zeigen die Robustheit unseres Geschäfts in einem schwierigen Umfeld. Unseren Teams ist es gelungen, die Unterbrechungen der Lieferketten so gut wie möglich abzufedern. Ein starker Produktmix hin zu höher ausgestatteten Fahrzeugen in Verbindung mit anhaltender Kostendisziplin hat zu den guten Ergebnissen im ersten Quartal beigetragen. Darüber hinaus haben wir von unserem Risikomanagement bei den Rohstoffen profitiert", sagte Arno Antlitz, Finanzvorstand des Volkswagen Konzerns. "Unsere Q1-Ergebnisse und unsere solide Netto-Liquiditätsposition zeigen, dass wir auch in schwierigen Zeiten in der Lage und bereit sind, kontinuierlich in unsere Transformation und die Zukunft des Unternehmens zu investieren."

Der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile beläuft sich auf rund 1,5 Milliarden Euro und spiegelt den saisonal bedingten Aufbau von Vorräten in Verbindung mit einem produktionsbedingt niedrigeren Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegen Ende des Quartals wider. Darin enthalten sind 0,5 Mrd. Euro für M&A-Aktivitäten und 0,2 Mrd. Euro Auszahlungen für Dieselthemen. Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile beläuft sich auf rund 31 Mrd. Euro, getrieben durch den freien Netto-Cash-Flow. Sie enthält die Rückzahlung einer Hybridanleihe in Höhe von 1,1 Mrd. Euro im März 2022 und die im selben Monat ausgegebene neue Hybridanleihe in Höhe von 2,25 Mrd. Euro.

Fortschritte auf dem Weg zu einem nachhaltigen Mobilitätsanbieter
Volkswagen treibt seine Transformation zu einem nachhaltigen Mobilitätsanbieter weiter voran. Die neue Organisationsstruktur, auf die sich der Konzern geeinigt hat, ist entscheidend für die Entwicklung von einem klassischen Autohersteller hin zu einem vertikal integrierten Mobilitätsunternehmen.

Die Marken von Volkswagen werden unabhängiger werden, wobei sich der Konzern auf die Gesamtstrategie und Synergien konzentriert. Die Technologieplattformen von Volkswagen werden ebenfalls mehr Autonomie erhalten, um sicherzustellen, dass sie die Synergien innerhalb des Konzerns maximieren können.

Dies spiegelt sich auch im finanziellen Steuerungsmodell des Konzerns wider. Ab dem 1. Quartal 2022 berichtet der Konzern über seine Markengruppen Volumen, Premium und Sport. Darüber hinaus wird CARIAD, verantwortlich für den einheitlichen Software-Stack, als eigenständige Einheit sichtbar. Dies gilt auch für TRATON, über die ohne gesonderte Angabe von Scania & MAN und Navistar berichtet wird.

Ehrgeizigere Ziele für die Emissionssenkung
Offene und transparente globale Märkte sind die Grundlage für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Sie sind aber auch unverzichtbar, um gemeinsam ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Der Volkswagen Konzern verstärkt auch in diesem Bereich sein Engagement weiter und hat sein Emissionsreduktionsziel in den eigenen Produktionsanlagen von 30 Prozent auf 50 Prozent bis 2030 (gegenüber 2018) verschärft. Die Science Based Target Initiative (SBTi) hat vor Kurzem bestätigt, dass die anspruchsvolleren Klimaziele des Konzerns in der Produktion nun in Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel stehen.

Ergebnisse der Markengruppen
Die Markengruppe Volumen war am stärksten von den gegenwärtigen negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, der anhaltenden Covid-19-Pandemie und der Versorgungsengpässe bei Halbleitern betroffen. Trotz dieser widrigen Bedingungen ist der Konzern ordentlich in das Jahr gestartet. Alle Marken der Markengruppe Volumen steigerten ihre durchschnittlichen Verkaufspreise, wenngleich der Absatz teilweise im zweistelligen Prozentbereich zurückging. Die Marken VW, Seat und Nutzfahrzeuge erzielten höhere Margen. Lediglich Skoda verzeichnete einen Rückgang, da das Unternehmen das Russlandgeschäft konsolidiert. Die Markengruppe Volumen erzielte einen Umsatz von 24,4 Mrd. Euro (27,4 Milliarden Euro) und ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 0,9 Mrd. Euro (1,4 Mrd. Euro).

Die Markengruppe Premium (einschließlich Bentley) lag mit Umsatzerlösen von 14,4 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen hat sich trotz des Volumenrückgangs auf 3,5 Mrd. Euro (1,5 Mrd. Euro) mehr als verdoppelt. Ausschlaggebend dafür waren die anhaltend hohe Nachfrage nach gut ausgestatteten Premiumfahrzeugen, der positive Effekt aus der Bewertung von Rohstoffsicherungsgeschäften und niedrigere Fixkosten.

Die Markengruppe Sport & Luxury verzeichnete eine starke Nachfrage nach den Modellen 911, Panamera und Cayenne. Der Umsatz stieg auf 7,3 (7,0) Mrd. Euro. Vor allem höhere Ergebnisbeiträge führten dazu, dass das operative Ergebnis auf 1,4 Mrd. Euro (1,2 Mrd. Euro) gestiegen ist. Die operative Umsatzrendite lag bei 18,6 Prozent.

Der Umsatz von TRATON lag im ersten Quartal 2022 mit 8,4 Mrd. Euro um 29,7 Prozent höher als im Vorjahresquartal, in dem die Aktivitäten von Navistar nicht enthalten waren. Das operative Ergebnis war mehr als dreimal so hoch wie im Vorjahresquartal, das durch Restrukturierungsmaßnahmen bei MAN Nutzfahrzeuge in Europa belastet war. Zudem wirkten sich Mix- und Wechselkurseffekte positiv aus.

CARIAD steigerte den Umsatz im Zeitraum Januar bis März dieses Jahres auf 110 (75) Millionen Euro. Der operative Verlust erhöhte sich aufgrund höherer Vorabinvestitionen in unsere Software-Stacks.

 

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