Erstes Quartal: Volkswagen Group erzielt Fortschritte in schwierigem Umfeld - Gemeinkosten um eine Mrd. Euro gesenkt, Transformation wird weiter beschleunigt
- 2,5 Mrd. Euro Operatives Ergebnis in Q1 2026, 14,3% unter Q1 2025 (2,9 Mrd. Euro); Umsatzrendite bei 3,3% (3,7%)
- 2,0 Mrd. Euro Netto-Cashflow im Konzernbereich Automobile in Q1 2026, deutlich über Vorjahr (-0,8 Mrd. Euro)
- 2,0 Mio. Fahrzeugabsatz in Q1 2026, 7% unter Q1 2025 (2,1 Mio.)
- Auftragsbestand in Europa gegenüber Jahresende 2025 um rund 15% gestiegen
„Die Welt verändert sich grundlegend – und wir richten unsere Strategie konsequent darauf aus. Kriege, geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, verschärfte Regulatorik und ein harter Wettbewerb sorgen für Gegenwind. In diesem schwierigen Umfeld ist es uns gelungen, spürbare Fortschritte zu erzielen. Im Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge liegt das operative Ergebnis um rund 43 Prozent über Vorjahr. Unsere Produktoffensive kommt bei unseren Kundinnen und Kunden an. Unsere Kostenarbeit trägt Früchte. Diese Erfolge geben uns Selbstvertrauen. Sie bilden die Grundlage, die Transformation weiter zu beschleunigen. Das finanzielle Ergebnis zeigt gleichzeitig: Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und nachhaltig zu stärken, müssen wir unser Geschäftsmodell konsequent weiterentwickeln. Produkte, Technologien und Wertschöpfung richten wir noch regionaler aus. Vor allem verschaffen wir uns aus dem globalen Geschäft entscheidende Vorteile im Innovationswettlauf – auf unserem Weg zum globalen Technologietreiber der Automobilindustrie.“
Oliver Blume, CEO Volkswagen Group
„Wir haben im ersten Quartal 2026 weitere Fortschritte erzielt: Der Auftragseingang in Europa hat sich verbessert, unsere „In China, für China“-Strategie kommt voran, wir haben die Gemeinkosten um nahezu 1 Mrd. Euro gesenkt und einen Netto-Cashflow von 2 Mrd. Euro erreicht.
Trotz dieser Fortschritte liegt die operative Marge – auch vor Sondereinflüssen – mit 4,3 Prozent weiterhin auf viel zu niedrigem Niveau. Seit dem Start des Volkswagen Zukunft Programms vor eineinhalb Jahren hat sich die Welt deutlich verändert: Zölle sind hinzugekommen, der Wettbewerb in China verschärft sich weiter und chinesische Anbieter exportieren zunehmend Wettbewerbsdruck nach Europa.
In diesem Umfeld reichen die geplanten Kostensenkungen nicht aus. Wir müssen unser Geschäftsmodell grundlegend verändern und strukturelle, nachhaltige Verbesserungen erzielen. Dazu gehört, die Kostenstruktur unserer Fahrzeuge zu verbessern, ohne die Produktsubstanz zu beeinträchtigen, die Gemeinkosten deutlich abzusenken, die Effizienz unserer Werke zu steigern sowie Technologieentwicklung und Entscheidungsfindung zu beschleunigen.
Das können wir nur erreichen, wenn wir die Komplexität erheblich verringern – in unserem Produktportfolio und den Technologieplattformen, bei der Anzahl der Einheiten und Entscheidungsebenen. Darauf werden wir uns in den kommenden Monaten konzentrieren.“
Arno Antlitz, CFO & COO Volkswagen Group
Kennzahlen
75,7 Mrd. Euro Umsatzerlöse in Q1 2026, 2% unter Q1 2025 (77,6 Mrd. Euro)
Volumenbedingter Umsatzrückgang, teilweise kompensiert durch starkes Europageschäft und Wachstum im Finanzdienstleistungsgeschäft.
2,5 Mrd. Euro Operatives Ergebnis in Q1 2026, 14,3% unter Q1 2025 (2,9 Mrd. Euro); Umsatzrendite bei 3,3% (3,7%)
Rückgang des operativen Ergebnisses vor allem durch Sondereffekte bei Brand Group Core, Brand Group Trucks und höhere US-Zölle.
2,0 Mrd. Euro Netto-Cashflow im Konzernbereich Automobile in Q1 2026, deutlich über Vorjahr (-0,8 Mrd. Euro)
Deutlich verbesserter Netto-Cashflow, u.a. dank stärkeren operativen Geschäfts vor Sondereinflüssen, hoher Investitionsdisziplin bei M&A Aktivitäten (Vorjahr -0,7 Mrd. Euro) und niedrigeren Steuerzahlungen. Nettoliquidität mit 34,2 Mrd. Euro auf solidem Niveau (31.12.25: 34,5 Mrd. Euro).
2,0 Mio. Fahrzeugabsatz in Q1 2026, 7% unter Q1 2025 (2,1 Mio.)
Zuwächse in Südamerika (+3%), Westeuropa (+1%) sowie Zentral- und Osteuropa (+7%) kompensieren Rückgänge in China (-20%) und in Nordamerika (-9%) nur teilweise.
Auftragsbestand in Europa gegenüber Jahresende 2025 um rund 15% gestiegen
Neue Modelle aller Antriebsarten wie VW T-Roc, CUPRA Terramar, Škoda Elroq, Audi Q3 und Porsche Cayenne Electric sorgen für steigende Auftragseingänge; Auftragseingänge über alle Antriebsarten steigen um 3%, BEV-Auftragseingänge legen um 4% zu.
Ausblick für das Jahr 2026
Die Volkswagen Group erwartet für das Jahr 2026 eine Entwicklung ihrer Umsatzerlöse in der Bandbreite von 0 bis +3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Umsatzrendite für den Konzern wird voraussichtlich zwischen 4,0 und 5,5 Prozent liegen.
Im Konzernbereich Automobile geht das Unternehmen für 2026 davon aus, dass die Investitionsquote zwischen 11 und 12 Prozent liegen wird. Der Netto-Cashflow des Jahres 2026 wird zwischen 3 und 6 Milliarden Euro erwartet. Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile wird 2026 voraussichtlich zwischen 32 und 34 Milliarden Euro liegen. Die Volkswagen Group verfolgt unverändert das Ziel, ihre solide Finanzierungs- und Liquiditätssteuerung fortzusetzen.
Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus dem konjunkturellen Umfeld, Unsicherheiten in Bezug auf Beschränkungen im internationalen Handel und geopolitische Spannungen, einer steigenden Wettbewerbsintensität, volatilen Rohstoff-, Energie- und Devisenmärkten sowie aus hohen Anforderungen aus emissionsbezogenen Regulierungen.
Die Prognose basiert auf der Annahme, dass die derzeitig gültige Zollsituation im internationalen Handel unverändert Bestand hat. Mögliche zukünftige Auswirkungen der Eskalation im Nahen Osten können derzeit nicht belastbar eingeschätzt werden und sind daher in den prognostizierten Kennzahlen nicht berücksichtigt.
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