From Porsche to Porsche: Nächster Meilenstein im Batterierecycling
Porsche hat einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer möglichst geschlossenen Kreislaufwirtschaft für Hochvoltbatterien und somit perspektivisch auch einer resilienteren Rohstoffversorgung erreicht.
Gemeinsam mit Partnern wie dem deutschen Recyclingunternehmen cylib hat Porsche erstmals Batteriezellen aus recyceltem Aktivmaterial der Kathode hergestellt. Dafür verwendete Porsche ausschließlich Batterierohstoffe aus eigenen Hochvoltbatterien. Porsche testet die im Pilotprojekt hergestellten Batteriezellen derzeit umfassend im Praxiseinsatz.
„Mit Batteriezellen aus vollständig recycelten Rohstoffen wie beispielsweise Lithium oder Kobalt haben wir einen wichtigen technologischen Meilenstein erreicht. Diese Innovation ist ein zentraler Schritt, um Kreislaufwirtschaft und Rohstoffresilienz gemeinsam voranzubringen. Immer mit dem Anspruch: Fortschritt, Qualität und Ressourceneffizienz zu optimieren“, sagt Joachim Scharnagl, Vorstand für Beschaffung bei Porsche. Damit setzt Porsche das im vergangenen Jahr gestartete Pilotprojekt zum Recycling von Hochvoltbatterien fort. Im Rahmen des Projektes gewinnt Porsche gemeinsam mit Partnern wertvolle Rohstoffe aus ausgedienten Hochvoltbatterien zurück, bereitet sie zu Materialien auf und verwendet sie anschließend in neuen Batteriezellen für den Einsatz in Porsche-Testfahrzeugen.
Nach Rückgewinnung und Aufbereitung der Rohstoffe ist nun die nächste Projektstufe erreicht: Erstmals ersetzen recycelte Aktivmaterialien vollständig das bisher genutzte Primärmaterial. Zu den recycelten Aktivmaterialien der Batteriekathode zählen: Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan.
„cylib schließt den Kreislauf im Batterierecycling – von der ausgedienten Batterie bis zum Rohstoff", sagt Dr. Lilian Schwich, Co-CEO und Mitgründerin von cylib. „Das Pilotprojekt mit Porsche zeigt, dass unser Ansatz in der Praxis umsetzbar ist: Wertvolle Rohstoffe aus Porsche-Batterien am Ende der Erstnutzung können perspektivisch in neue Hochleistungsbatterien für Porsche-Fahrzeuge zurückfließen."
Neben der Rückgewinnung der Rohstoffe steht für Porsche vor allem die Qualität des recycelten Materials im Fokus. Im nächsten Schritt müssen die recycelten Rohstoffe in der Batterie den hohen Anforderungen von Porsche an Wertigkeit und Performance erfüllen. Erste Tests zeigen bereits eine mögliche technische Eignung des Ansatzes. Weitere Ergebnisse werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet. Die im Pilotprojekt gewonnenen Erkenntnisse sollen die Grundlage für einen möglichen Einsatz der Materialien in Serien-Batteriezellen bilden.
Die Erkenntnisse des Pilotprojekts fließen bereits in den regulären Batterieentsorgungsprozess von Porsche ein. Die Partnerschaft von Porsche und cylib ermöglicht das Recycling ausgedienter Hochvoltbatterien aus den Porsche-Zentren in Deutschland. Seit Mai 2026 werden die Batterien mit einem innovativen und wasserbasierten Prozess recycelt. Die daraus gewonnenen Batterierohstoffe werden auf einem Materialkonto geführt und stehen ab 2028 Porsche sowie ausgewählten Partnerunternehmen für die Batteriezellproduktion zur Verfügung. Damit soll die Abhängigkeit von globalen Rohstoffquellen reduziert werden. Perspektivisch können mit diesem Ansatz in Europa recycelte Batterierohstoffe in Hochvoltbatterien für Porsche-Fahrzeuge zum Einsatz kommen.
Kreislaufwirtschaft bei Porsche
Porsche strebt einen möglichst verantwortungsvollen und ressourcenerhaltenden Umgang mit Rohstoffen sowie eine langanhaltende Nutzung der Fahrzeuge und der darin verwendeten Materialien an. Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie fördert Porsche unter anderem die Verwendung ökologisch nachhaltigerer Materialien sowie kreislauffähige Konzepte entlang der Wertschöpfungskette seiner Fahrzeuge. Dazu gehören Projekte wie zum Beispiel Kreislaufkonzepte für Hochvoltbatterien, der Einsatz zirkulärer Materialien, die Vermeidung von Abfällen und die Wiederaufbereitung von Fahrzeugkomponenten.
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