Volkswagen Group: Neunmonats-Ergebnis unterstreicht sofortigen Handlungsdruck

- 233,4 Mrd. Euro Umsatzerlöse in 9M 2026 leicht unter Vorjahresniveau (9M 2025: 238,7 Mrd. Euro)
- 0,1 Mrd. Euro Operatives Ergebnis in 9M 2026 gegenüber 5,4 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum
- 8,8 Mrd. Euro Operatives Ergebnis vor Sondereffekten in 9M 2026; Operative Umsatzrendite vor Sondereffekten von 3,8%
- 4,4 Mrd. Euro Netto-Cashflow im Konzernbereich Automobile in 9M 2026 (9M 2025: 1,8 Mrd. Euro), Anstieg um 145%
- 5,9 Mio. Fahrzeugabsatz in 9M 2026 mit -11% unter 9M 2025 (6,6 Mio. Fahrzeuge)
- Auftragseingang in Europa steigt um rund 4% gegenüber 9M 2025; BEV-Auftragseingang legt um 39% zu

„Das Neunmonats-Ergebnis zeigt deutlich: Wir dürfen keine Zeit verlieren und müssen schnell und entschlossen handeln.

Wir bringen begeisternde Fahrzeuge mit modernster Technik in den Markt. Bei der Elektromobilität in Europa sind wir führend. 40 Prozent unseres Auftragsbestands sind E-Autos. Großen Anteil daran hat unsere Electric Urban Car Family mit 150.000 Bestellungen.

Gleichzeitig belasten uns US-Zölle, schrumpft der chinesische Markt und in Europa nimmt der Wettbewerbsdruck massiv zu. Der Markterfolg unserer Elektrofahrzeuge setzt unser Ergebnis zusätzlich unter Druck, weil wir mit Elektroautos heute noch weniger verdienen als mit Verbrennern.

Nach neun Monaten liegt unsere operative Rendite vor Sondereffekten bei 3,8 Prozent. Das ist zu wenig, um weiter kraftvoll in unsere Zukunft zu investieren.

Mit dem Zukunftsplan haben wir die wichtigsten Maßnahmen definiert, um unsere Ertragskraft nachhaltig zu steigern: eine gestraffte Modellpalette, einfachere Strukturen, verbesserte Kosten unserer Fahrzeuge, niedrigere Gemeinkosten, höhere Effizienz in den Werken und schnellere Technologieentwicklung. In Summe ein umfassendes Kostenprogramm von rund 31 Mrd. Euro. Jetzt kommt es auf die rasche und konsequente Umsetzung an.“
Arno Antlitz, CFO und COO Volkswagen Group

Kennzahlen

233,4 Mrd. Euro Umsatzerlöse in 9M 2026 leicht unter Vorjahresniveau (9M 2025: 238,7 Mrd. Euro)
Wegen des zunehmend herausfordernden Marktumfeldes bewegt sich der Absatz ohne chinesische Joint Ventures leicht unter Vorjahresniveau (-1%). Wachstum im Konzernbereich Finanzdienstleistungen (+8%) kann den Rückgang im Automobilgeschäft (-4%) teilweise kompensieren. In der Folge entwickeln sich die Konzern-Umsatzerlöse mit -2% leicht rückläufig.

0,1 Mrd. Euro Operatives Ergebnis in 9M 2026 gegenüber 5,4 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum
Rückgang des Operativen Ergebnisses im Wesentlichen aufgrund von Sondereffekten von 8,7 Mrd. Euro, davon 7,8 Mrd. Euro im dritten Quartal. Zudem belasten das schwache Marktumfeld in China, der weltweit zunehmende Preis- und Wettbewerbsdruck sowie der gestiegene Anteil margenschwächerer Elektrofahrzeuge an den Verkäufen.

8,8 Mrd. Euro Operatives Ergebnis vor Sondereffekten in 9M 2026; Operative Umsatzrendite vor Sondereffekten von 3,8%
Bereinigt um die Sondereffekte in Höhe von 8,7 Mrd. Euro, insbesondere nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf den Firmenwert von Porsche (6,4 Mrd. Euro), zahlungsunwirksame Wertberichtigungen von Vermögenswerten vollkonsolidierter Gesellschaften in China (rund 1 Mrd. Euro) sowie zusätzliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem angestrebten Verkauf der Volkswagen Osnabrück GmbH, beträgt die Operative Umsatzrendite 3,8%.

4,4 Mrd. Euro Netto-Cashflow im Konzernbereich Automobile in 9M 2026 (9M 2025: 1,8 Mrd. Euro), Anstieg um 145%
Positive Entwicklung insbesondere durch geringere Investitionen und Portfoliomaßnahmen. Der um M&A-Effekte bereinigte Netto-Cashflow liegt bei rund 3,9 Mrd. Euro (9M 2025: 3,5 Mrd. Euro). Hierin enthalten sind Zahlungen zur Erhöhung der Deckung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 0,5 Mrd. Euro. Die Nettoliquidität belief sich zum 30. September auf solide 33,0 Mrd. Euro (31.Dezember 2025: 34,5 Mrd. Euro).

5,9 Mio. Fahrzeugabsatz in 9M 2026 mit -11% unter 9M 2025 (6,6 Mio. Fahrzeuge)
Entwicklung des Fahrzeugabsatzes in 9M 2026 geprägt durch rückläufige Märkte, insbesondere China, sowie einen sich weiter verschärfenden weltweiten Preis- und Wettbewerbsdruck. Absatz ohne chinesische Joint Ventures nur leicht unter Vorjahr (-1%). Handelsbeschränkungen und Zölle wirken sich zusätzlich auf den Absatz aus.

Auftragseingang in Europa steigt um rund 4% gegenüber 9M 2025; BEV-Auftragseingang legt um 39% zu
Der Auftragseingang in Europa stieg in den ersten neun Monaten um 4% auf 3,0 Mio. Fahrzeuge (9M 2025: 2,9 Mio.). Der BEV-Auftragseingang legte um 39% zu. Der europäische Auftragsbestand erhöhte sich gegenüber Jahresende 2025 um 11% auf rund 1,1 Mio. Fahrzeuge. Elektrofahrzeuge machten Ende September rund 40% des europäischen Auftragsbestands aus. Für die Electric Urban Car Family lagen bereits rund 150.000 Bestellungen vor.

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