Konzernvorstand stellt Zukunftsplan vor
- Externe finanzielle Gegeneffekte konnten durch markenübergreifende Performance-Programme nachhaltig in zweistelliger Milliardenhöhe kompensiert werden
- Das Unternehmen steht jetzt vor der nächsten Phase der Transformation – mit einem Zukunftsplan, der den Konzern robuster, effizienter und wettbewerbsfähiger aufstellt
- Die Modellpalette wird auf die attraktivsten Marktsegmente konzentriert und schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft – die Angebotskomplexität um bis zu 75 Prozent reduziert
- Der Konzern baut seine Technologieführerschaft aus: Zentrale Technologiefelder werden harmonisiert, konzernweite Synergien konsequent gehoben, Parallelstrukturen abgebaut
- Die Produktionskapazitäten werden an die veränderte globale Marktlage und den massivgewachsenen Wettbewerb auf 9 Millionen Fahrzeuge pro Jahr angepasst
- Das automobile Kerngeschäft steht im Zentrum aller Aktivitäten: Das Beteiligungs- und Investitionsportfolio wird auf strategischen Beitrag und Rendite fokussiert
- CEO Oliver Blume: „Bis 2030 machen wir die Volkswagen Group zum attraktivsten Automobilunternehmen der Welt – mit ikonischen Marken, begeisternden Produkten, führenden Technologien, robusten finanziellen Ergebnissen, verlässlicher Performance am Kapitalmarkt und gelebtem Teamgeist. Mit unserem Zukunftsplan gehen wir in die nächste Phase der Transformation.“
Der Vorstand der Volkswagen Group setzt die strategische Neuausrichtung des Unternehmens weiter fort, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu stärken. Der Konzernvorstand hat dem Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit 12 Initiativen und das Zielbild 2030 vorgestellt. Im globalen Marktumfeld ist maßgeblich, das Unternehmen noch robuster, effizienter und schneller aufzustellen. Der Konzernvorstand hat die Umsetzung erster Maßnahmen seines Zukunftsplans bereits gestartet. Dazu zählen unmittelbar, Komplexität und Variantenvielfalt im Produktportfolio zu reduzieren, Produkte, Technologien und Entwicklung noch regionaler in den Märkten auszurichten, Kapazitäten im Produktionsnetzwerk an die Markterwartungen anzupassen sowie die Strukturen und das Beteiligungsportfolio zu straffen.
Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group: „Unser Ziel ist klar: Bis 2030 machen wir die Volkswagen Group zum attraktivsten Automobilunternehmen der Welt – mit ikonischen Marken, begeisternden Produkten, führenden Technologien, robusten finanziellen Ergebnissen, verlässlicher Performance am Kapitalmarkt und gelebtem Teamgeist. Mit unserem Zukunftsplan gehen wir aus eigener Kraft in die nächste Phase der Transformation. Wir machen den Volkswagen Konzern schneller, robuster und wettbewerbsfähiger: durch weniger Komplexität, fokussierte Technologien, eine noch stärkere Ausrichtung von Produkten, Entwicklung und Produktion in den regionalen Märkten, den Abbau von Überkapazitäten, ein gestrafftes Beteiligungsportfolio und deutlich schlankere Strukturen. So schaffen wir die Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg – auch in einem zunehmend anspruchsvollen Umfeld.“
Arno Antlitz, CFO und COO der Volkswagen Group: „Trotz der erzielten Fortschritte reichen im aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld die bislang geplanten Kostensenkungen aus den vereinbarten Programmen nicht aus. Wir müssen vielmehr unser Geschäftsmodell grundlegend neu ausrichten und strukturelle, nachhaltige Verbesserungen erzielen. Dazu gehört, die Kostenstruktur unserer Fahrzeuge zu verbessern, ohne die Produktsubstanz zu beeinträchtigen, die Gemeinkosten deutlich abzusenken, die Effizienz unserer Werke zu steigern sowie Technologieentwicklung und Entscheidungsfindung zu beschleunigen. Das können wir nur erreichen, wenn wir die Komplexität erheblich verringern – in unserem Produktportfolio und den Technologieplattformen, bei der Anzahl der Einheiten und Entscheidungsebenen. Diese Handlungsbedarfe werden in dem vorgelegten Zukunftsplan adressiert. Dabei kommt es entscheidend auf die rasche und konsequente Umsetzung an.“
Grundlage für künftigen Erfolg
Die Volkswagen Group tritt jetzt in die nächste Phase der Transformation. Der Konzern hat sich in den vergangenen drei Jahren auf Basis seiner Top-10-Programme strukturell neu aufgestellt und technologisch saniert, begleitet von Performance-Programmen in allen Marken und Gesellschaften. Die zentralen Ziele bei Produkten, Technologien und in den Regionen wurden erreicht – teils schneller als geplant. Trotz massiver geopolitischer und externer finanzieller Gegeneffekte, die in großem Umfang kompensiert werden konnten.
Modelloffensive, Softwarestrategie und Neuausrichtung des China-Geschäfts
Mit der größten Modelloffensive seiner Geschichte, deutlich verbesserten Produkten in Design, Qualität und Technologie, einer neuen globalen Softwarestrategie und einer grundlegenden regionalisierten Neuausrichtung seines China-Geschäfts hat der Konzern die Voraussetzungen geschaffen, aus eigener Kraft eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten. Finanziell behauptet sich das Unternehmen in einem zunehmend intensiven Marktumfeld robust im Wettbewerb. Als klarer Marktführer in Europa erreichte die Volkswagen Group im vergangenen Jahr bei Elektrofahrzeugen erstmals einen höheren Marktanteil als bei Verbrennern. Im ersten Quartal 2026 startete der Konzern als Marktführer in China und erreichte in Südamerika den stärksten Marktanteil seit über 10 Jahren.
Zukunftsplan für die nächste Phase der Neuausrichtung
In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Weltlage weiter zugespitzt. Geopolitische Spannungen, steigende Kosten – im Wesentlichen durch Zölle – wachsende Regulierungsanforderungen und ein zunehmend intensiver globaler Wettbewerb haben die Herausforderungen für die Automobilindustrie in einer ohnehin tiefgreifenden Transformationsphase verschärft. Daraus abgeleitet hat der Vorstand der Volkswagen Group einen umfassenden Zukunftsplan entwickelt, der das Unternehmen noch robuster gegen äußere Einflüsse und zunehmende Risiken aufstellt und so nachhaltig seine Wettbewerbsfähigkeit stärkt – mit klarem Fokus auf das automobile Kerngeschäft.
Gestraffte Modellpalette und reduzierte Angebotskomplexität
Die Modellpalette wird schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft und konzentriert sich auf die attraktivsten Marktsegmente. Die Angebotskomplexität – zum Beispiel die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen – wird um bis zu 75 Prozent reduziert. Damit werden Investitionen und Entwicklungsressourcen auf die Produkte und Technologien fokussiert, die den größten Mehrwert für Kundinnen und Kunden sowie den höchsten Wertbeitrag für den Konzern liefern.
Harmonisierte Technologiefelder
Die zentralen Technologiefelder Plattformen, Elektronik-Architekturen und Softwarelandschaften werden auf die Anforderungen der westlichen und östlichen Hemisphäre jeweils harmonisiert und konzentriert. Ziel ist es, konzernweite Synergien noch stärker zu heben, technologische Parallelstrukturen abzubauen und die Technologieführerschaft weiter zu stärken. Dafür setzt die Volkswagen Group auf wettbewerbsfähige Technologien mit hohem Skalierungspotenzial und klarem Kundennutzen.
Angepasste technische Kapazitäten
Mit der weiteren Straffung seiner technischen Kapazitäten passt der Konzern sein Produktionsnetz an die veränderte Marktlage und den massiv wachsenden Wettbewerb an. Markenübergreifendes Ziel ist ein nachfragegerechtes Niveau von rund 9 Millionen Einheiten pro Jahr. Das Unternehmen war in der Vor-Corona-Zeit auf rund 12 Millionen Fahrzeuge investiert und hat mit der Reduzierung von 2 Millionen Einheiten bereits große Fortschritte erzielt. Weitere Schritte folgen in China und Europa. Parallel werden Entwicklung und indirekte Bereiche effizienter aufgestellt. Dabei helfen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Shared Services, Produktivität und Geschwindigkeit zu steigern. Durch schlankere Führungsstrukturen werden Entscheidungswege vereinfacht.
Fokus auf automobiles Kerngeschäft
Die Volkswagen Group konzentriert sich auf ihr automobiles Kerngeschäft. Das Beteiligungs- und Investitionsportfolio wird auf seinen strategischen Beitrag, seine Rendite und seine Kapitalbindung ausgerichtet – mit dem Ziel, mehr Fokus, geringere Komplexität und zusätzliche finanzielle Flexibilität zu schaffen. Die Ende Juni erzielte Vereinbarung zur Veräußerung einer Mehrheitsbeteiligung an Everllence unterstreicht die konsequente Umsetzung dieser Strategie. Mit einem Mittelzufluss von rund 7,4 Milliarden Euro stärkt die Transaktion zugleich die Substanz des Konzerns und erweitert den finanziellen Spielraum für die strategische Weiterentwicklung der Volkswagen Group.
Gestärkte Wettbewerbsfähigkeit
Das umfassende Maßnahmenpaket wird die robuste Position der Volkswagen Group in einer für die Automobilindustrie anspruchsvollen Phase des weltweiten Umbruchs weiter verbessern. Die Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit ist zugleich ein Beitrag zur Zukunft des Industriestandorts Deutschlands. Mit einer erfolgreichen Transformation wird die Volkswagen Group die Voraussetzungen für Wachstum, Investitionen und nachhaltige Wertschöpfung ausbauen.
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