Volkswagen Group hält Kurs in anspruchsvollem Umfeld und erwartet verbesserte Marge im zweiten Halbjahr

- 158,1 Mrd. Euro Umsatzerlöse in H1 2026 auf Vorjahresniveau (H1 2025: 158,4 Mrd. Euro)
- 5,9 Mrd. Euro Operatives Ergebnis in H1 2026, 11,6% unter H1 2025 (6,7 Mrd. Euro); Operative Umsatzrendite von 3,8%
- Operatives Ergebnis vor Sondereffekten bei 6,9 Mrd. Euro in H1 2026
- 3,2 Mrd. Euro Netto-Cashflow im Konzernbereich Automobile in H1 2026 (H1 2025: -1,4 Mrd. Euro)
- 4,0 Mio. Fahrzeugabsatz in H1 2026 um 8,4% unter H1 2025 (4,4 Mio. Fahrzeuge)
- Auftragsbestand in Europa steigt um rund 12% gegenüber Jahresende 2025

„Die Neuausrichtung der Volkswagen Group der vergangenen drei Jahre zeigt Wirkung. In allen Bereichen des Unternehmens. Für das Gesamtjahr erwarten wir in anspruchsvollem Umfeld ein robustes Ergebnis über Vorjahresniveau – auch wenn unser operatives Ergebnis in der ersten Jahreshälfte rund zwölf Prozent darunter liegt. Weltweit haben wir mehr Autos ausgeliefert als im Vorjahr – ohne den um 20 Prozent eingebrochenen chinesischen Markt. Auch unsere Auftragslage entwickelt sich positiv: Mehr als 70.000 Bestellungen für unsere neue Electric Urban Car Family um den ID. Polo in nur wenigen Wochen – und über 50 Prozent mehr Aufträge für vollelektrische Fahrzeuge in Europa im zweiten Quartal. Unsere Produkte erreichen Bestwerte bei Vergleichstests, Auszeichnungen und Qualitätsstudien. Anhaltende, nicht beeinflussbare Gegenwinde in zweistelliger Milliardenhöhe haben wir mit disziplinierter Kostenarbeit kompensiert. Gleichzeitig bleibt das Umfeld für die Automobilindustrie extrem herausfordernd: geopolitische Krisen, Handelskonflikte, hohe regulatorische Anforderungen, volatile Märkte und verschärfter Wettbewerb. In einem nie dagewesenen Risikoszenario geht die Volkswagen Group in die nächste Phase der Transformation - aus einer Position der Stärke und mit klarem Bewusstsein für zukünftige Chancen. Mit dem umfassendsten und strategisch tiefgreifendsten Programm der Unternehmensgeschichte – für Produkte, Technologien, Wettbewerbsfähigkeit, Strukturen und Wachstumsfelder. Mit unserem Zukunftsplan werden wir noch innovativer, schneller, attraktiver und robuster - und sichern nachhaltig den Erfolg der Volkswagen Group.“
Oliver Blume, CEO Volkswagen Group

„Wir bringen neue attraktive Fahrzeuge in den Markt, setzen unsere Software-Roadmap konsequent um und reduzieren Investitionen und Gemeinkosten. Zugleich haben wir im ersten Halbjahr einen Netto-Cashflow von 3,2 Mrd. Euro erreicht.
Trotz dieser Fortschritte liegt unsere operative Marge mit 3,8 Prozent weiterhin auf zu niedrigem Niveau und unterstreicht den Handlungsbedarf. In einem Umfeld, in dem der Gesamtmarkt in China um 20 Prozent zurückgeht und chinesische Wettbewerber ihre Exporte und dadurch den Wettbewerbsdruck in Europa erhöhen, reichen die bislang geplanten Initiativen nicht aus.
Wir müssen unsere Anstrengungen erhöhen, um unsere Kostenbasis strukturell zu senken und unsere Ergebnisqualität nachhaltig zu steigern. Dazu gehören verbesserte Kosten-Strukturen unserer Fahrzeuge, niedrigere Gemeinkosten, höhere Effizienz in den Werken, schnellere Technologieentwicklung und schnellere Entscheidungsprozesse.
Dafür müssen wir die Komplexität deutlich reduzieren – in unseren Produktangeboten und Plattformen, in unserem Beteiligungsportfolio sowie in unseren Führungs- und Entscheidungsstrukturen.
Entscheidend ist jetzt eine rasche und konsequente Umsetzung.“
Arno Antlitz, CFO und COO Volkswagen Group

Kennzahlen

158,1 Mrd. Euro Umsatzerlöse in H1 2026 auf Vorjahresniveau (H1 2025: 158,4 Mrd. Euro)
Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2026 bewegen sich trotz eines herausfordernden Marktumfeldes weitgehend auf Vorjahresniveau (-0,2%). Umsatzanstieg im Konzernbereich Finanzdienstleistungen (+7,9%) gleicht Rückgang im Automobilgeschäft (-2,1%) annähernd aus. Im zweiten Quartal lagen die Umsatzerlöse bei 82,4 Mrd. Euro (+2,0%).

5,9 Mrd. Euro Operatives Ergebnis in H1 2026, 11,6% unter H1 2025 (6,7 Mrd. Euro); Operative Umsatzrendite von 3,8%
Rückgang des Operativen Ergebnisses um 0,8 Mrd. Euro, insbesondere aufgrund von Aufwendungen in Höhe von rund 0,5 Mrd. Euro im Zusammenhang mit der Einstellung der US-Produktion des ID.4 sowie aus negativen Mixeffekten. Geringere Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Wechselkurseffekte und geringere Fixkosten konnten diese Belastungen nur teilweise kompensieren. Im zweiten Quartal lag das Operative Ergebnis bei 3,5 Mrd. Euro (-9,5%), die operative Umsatzrendite bei 4,2%.

Operatives Ergebnis vor Sondereffekten bei 6,9 Mrd. Euro in H1 2026
Bereinigt um Sondereffekte wie dem Produktionsstopp des ID.4 in Nordamerika und Restrukturierungskosten beträgt die Operative Umsatzrendite in H1 2026 4,3%.

3,2 Mrd. Euro Netto-Cashflow im Konzernbereich Automobile in H1 2026 (H1 2025: -1,4 Mrd. Euro)
Anstieg des Brutto-Cashflow um 1,3 Mrd. Euro, unter anderem aufgrund niedrigerer Steuerzahlungen, eines geringeren Mittelabflusses für Working Capital sowie niedrigere Ausgaben für Investitionen in Sachanlagen und Forschung & Entwicklung führen zu einem starken Netto-Cashflow deutlich über Vorjahr.

4,0 Mio. Fahrzeugabsatz in H1 2026 um 8,4% unter H1 2025 (4,4 Mio. Fahrzeuge)
Zuwächse in Südamerika (+5,2%), Westeuropa (+1,3%) sowie Zentral- und Osteuropa (+9,6%) kompensieren deutliche gesamtmarktbedingte Rückgänge in China (-31,6%) nur teilweise, Nordamerika nach Wachstum in Q2 zum Halbjahr leicht im Plus (+0,9%).

Auftragsbestand in Europa steigt um rund 12% gegenüber Jahresende 2025
Der BEV-Auftragsbestand legte gegenüber Ende 2025 um mehr als 50% zu und der BEV-Anteil am Auftragsbestand stieg auf mehr als 30%. Die Electric Urban Car Family liegt mit mehr als 70.000 Bestellungen deutlich über den Erwartungen.

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