Weltpremiere: Der neue Mission Efficiency
Key aspects
· Aerodynamikweltrekord1 – Mission Efficiency2 setzt mit einem cW-Wert von 0,158 die neue Bestmarke unter allen bis jetzt zugelassenen Autos
· Effizienzweltrekord1 – ein Durchschnittsfahrverbrauch5 von 6,89 kWh/100 km macht den Mission Efficiency zum sparsamsten Elektroauto seiner Klasse.
· Vorreiter für neue Technologien – Solardach unterstützt Bordnetz, Recycling im Fokus, patentierte Felgendeflektoren perfektionieren Strömungsverhalten
· Großserientechnik – Mission Efficiency basiert technisch auf dem MEB+ mit Frontantrieb und zeigt, welches Potenzial die neuen ID. Modelle haben
· Alltagstaugliches Konzept – als 2+2-Sitzer mit 481 Litern Kofferraum meistert der durchdachte Mission Efficiency auch den Alltag
· Technologieleuchtturm – der Mission Efficiency zeigt, welchen Einfluss die Aerodynamik auf den Energieverbrauch und die Reichweite von E-Autos hat
Drei Weltrekorde. Volkswagen präsentiert mit dem neuen Mission Efficiency2 das weltweit effizienteste Elektroauto. Die Studie hat soeben drei Weltrekorde1 aufgestellt. Rekord Nummer 1: Mit einem cW-Wert von 0,158 durcheilt das Konzeptfahrzeug die Luft aerodynamischer als jedes andere jemals für den Straßenverkehr zugelassene Automobil. Rekord Nummer 2: ein Verbrauch von 6,48 kWh/100 km bei einer sogenannten „Idealfahrt“, bei der unter anderem die Geschwindigkeit (in diesem Fall 68 km/h) konstant bleibt, keine Steigungen vorhanden und Nebenverbraucher wie die Klimaanlage deaktiviert sind. Rekord Nummer 3: Dank seiner Aerodynamik und eines höchst effizienten E-Antriebs ist der Mission Efficiency zugleich das sparsamste seriennahe Elektroauto. Auf einer offiziell dokumentierten Verbrauchsfahrt über eine Distanz von 1.278,36 km vom deutschen Volkswagen Entwicklungszentrum in Wolfsburg via Poznań (Polen) und Olmütz (Tschechien) in die österreichische Hauptstadt Wien begnügte sich die E-Maschine des Mission Efficiency mit einem Realverbrauch von lediglich 7,51 kWh/100 km inklusive Ladeverluste (6,89 kWh/100 km ohne Ladeverluste). Zurückgelegt wurde die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 67,72 km/h; die Höchstgeschwindigkeit lag bei 138 km/h. Die 54,9 kWh große Batterie3 (netto) wurde während der Fahrt lediglich einmal geladen. Bei der Ankunft in Wien betrug die verbliebene Restreichweite noch 164,0 km. Wien als Ziel der Rekordfahrt wurde bewusst gewählt: Dort wird den internationalen Medien aktuell der neue ID. Polo vorgestellt. Auf genau diesem Großserienfahrzeug respektive dem MEB+ mit Frontantrieb basiert der Mission Efficiency technisch. Grund genug, das Rekordfahrzeug parallel in Wien zu präsentieren. Übernommen wurden aus der Serie unter anderem die preisgekrönte 99 kW (135 PS) starke E-Maschine und die Hochvoltbatterie.
Rekordfahrzeug spiegelt Potenzial des MEB+ wider. Kai Grünitz, Volkswagen Markenvorstand für die Technische Entwicklung, und Mitglied des Brand Group Core Markengruppenvorstands, verantwortlich für den Bereich „Technische Entwicklung“: „Der neue Mission Efficiency zeigt eindrucksvoll, welch großes Potenzial das Antriebssystem unseres neuen ID. Polo besitzt. Das für alle Modelle des MEB+ mit Frontantrieb entwickelte System ist extrem leicht, sehr effizient und damit der ideale Antrieb für das Rekordfahrzeug. Herausragend ist zudem die Leistung des Teams in Wolfsburg, das den Mission Efficiency entwickelt hat: Zum einen hat die Crew unter Beweis gestellt, dass Volkswagen auch im Bereich der Aerodynamik einer der weltweit führenden Hersteller ist. Zum anderen zeigt unser Team eindrucksvoll, dass man mit bezahlbarer Großserientechnik das effizienteste Auto der Welt bauen kann.“
Made in Wolfsburg. Bei Christoph Riechel liefen als Leiter der Volkswagen Vorentwicklung die Fäden des Teams zusammen: „In Wolfsburg haben wir die Möglichkeit, alle Register des modernen Automobilbaus zu ziehen und dabei Technologieleuchttürme wie den Mission Efficiency zu entwickeln – ein Projekt, bei dem die Kombination aus innovativen Technologien und dem ureigenen Volkswagen Impuls, die technischen Grenzen auszuloten, zum effizientesten Elektroauto in seiner Klasse geführt hat.“ Interessant: Insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten zeigt der Mission Efficiency sein Effizienzpotential im Vergleich zur Serienvariante des ID. Polo: Bei Geschwindigkeiten ab 80 km/h und mehr beträgt der Verbrauchsvorteil über 30 Prozent. Anders ausgedrückt: Eine Fahrt mit dem Mission Efficiency bei 140 km/h verbraucht in etwa so viel Energie wie eine Fahrt mit dem ID. Polo bei 100 km/h.
Form folgt der Aerodynamik. Optisch orientiert sich der Mission Efficiency an der neuen Volkswagen Designsprache „Pure Positive“. Chefdesigner Andreas Mindt: „Mit seiner Frontpartie reiht sich der Mission Efficiency in die neue elektrische Fahrzeugfamilie rund um den ID. Polo und ID. Cross ein. Die Form der Karosserie selbst folgt kompromisslos der Funktion und damit den Gesetzen der Aerodynamik. Dabei entstand das Design eines hochmodernen Effizienzsportwagens, in dem die DNA des legendären Volkswagen XL1 durchblitzt.“ Der 2013 vorgestellte XL1 war mit einem Plug-in-Hybridantrieb das sparsamste Serienauto der Welt.
2+2-Sitzer. Der Mission Efficiency ist ein zweitüriges Coupé mit einer großen Heckklappe, 2+2-Sitzplätzen, einem variablen Kofferraum (481 Liter) sowie zusätzlichen Staufächern unter den Rücksitzen und in der seitlichen Karosserie (z.B. für das Ladekabel). Während der Innenraum vorn uneingeschränkt genutzt werden kann, sind die zwei hinteren Sitzplätze für Passagiere bis etwa 1,60 m Größe vorgesehen. Gleichwohl kennzeichnet das Coupé für ein Effizienzrekordfahrzeug eine extrem gute Raumökonomie. Die Studie wurde damit so konzipiert, dass sie theoretisch durchaus von einer jungen, vierköpfigen Familie genutzt werden könnte.
Zukunftsweisende Aerodynamik. Der wegweisend niedrige Luftwiderstand als Produkt aus dem Luftwiderstandsbeiwert (cW = 0,158) und einer kleinen Stirnfläche (A = 2,08 m2) ist das zentrale aerodynamische Merkmal des Mission Efficiency. Ein besonderes technisches Detail sind dabei drei bündig in die Frontpartie integrierte aktive Kühlluftklappen. Sie können in mehreren Stufen einzeln oder kombiniert öffnen und schließen. Die Klappen stellen, wann immer möglich, nur die jeweils minimal erforderliche Öffnungsfläche bereit, damit der Luftwiderstand so niedrig wie möglich bleibt. Im weiteren Verlauf der Karosserie ist es die strömungsoptimierte Silhouette mitsamt den markanten unteren Anströmkörpern und den vollverkleideten Hinterrädern, die sich nach hinten im Stile eines Wassertropfens immer weiter verjüngt und dadurch bremsende Luftverwirbelungen gar nicht erst entstehen lässt. In dieses fluide Design integriert ist auch die in Richtung Heck wie beim legendären XL1 abfallende und sehr lange Dachpartie. Darüber hinaus trägt der vollverkleidete Unterboden dazu bei, dass Volkswagen in Sachen Aerodynamik einen neuen Bestwert aufstellen konnte. Die Aerodynamik- und Design-Teams orientierten sich dabei nicht nur an Fahrzeugen wie dem XL1 und dem Rekordfahrzeug ID.R (schnellste Fahrzeug beim Pikes Peak International Hill Climb und schnellstes E-Fahrzeug auf der Nürburgring-Nordschleife), sondern ebenso an Designmerkmalen von Überschalljets.
Sehr flach, sehr lang. Der Mission Efficiency ist 1.392 mm hoch, 1.744 mm breit und 4.775 mm lang. Gegenüber dem ID. Polo ergibt das ein signifikantes Plus an Länge (+722 mm). Bedingt ist dieses Plus durch einen um 100 mm größeren Radstand (2.700 mm) und einen großen hinteren Überhang, durch den das Technik- und Designteam die Tropfenform der Karosserie und die damit verbundene wegweisende Aerodynamik realisieren konnten. Die Türen des Mission Efficiency weisen rahmenlose Scheiben auf, ebenfalls ein Aerodynamikplus. Die Türgriffe wurden zugunsten der optimalen Luftströmung in die Außenhaut integriert. Sie fahren elektrisch aus, betätigen das Schloss selbst aber weiterhin mechanisch; auch bei einem Stromausfall lassen sie sich problemlos öffnen. Konventionell ausgeführt sind dagegen die aerodynamisch ebenfalls optimierten Außenspiegel. Berechnungen und Versuche im Windkanal ergaben, dass rein kamerabasierte Außenspiegel in der Gesamtbilanz kaum effizienter, im Fokus einer nie völlig ausgeschlossenen Serienfertigung aber sehr viel teurer gewesen wären.
Karosserieaufbau und Materialien. Der Mission Efficiency und der ID. Polo teilen sich das Antriebssystem, die Vorderachse samt Lenkung und die Grundkonstruktion der Hinterachse. Klar ist mit einem vergleichenden Blick zwischen der Studie und dem Serienfahrzeug, dass zahlreiche Komponenten des ID. Polo an die neuen Proportionen und das neue Design des Mission Efficiency angepasst werden mussten. Der Aufbau kombiniert die Karosseriestruktur des ID. Polo mit einer ebenfalls selbsttragenden Aluminiumstruktur. Die Türen, die Fronthaube, die Heckklappe sowie die Kotflügel und Anbauteile bestehen aus einem hochfesten CFK-Aramid-Verbund. Der Prototyp weist zudem eine EU-Straßenzulassung auf und erfüllt die entsprechenden Schutz-, Festigkeits- und Crashanforderungen.
Fahrwerksaufbau und Handling. Vorn kommt die serienmäßige MacPherson-Vorderachse des ID. Polo zum Einsatz. Die Verbundlenker-Hinterachse des Mission Efficiency wurde gegenüber dem ID. Polo indes um 170 Millimeter schmaler ausgeführt, um die Spurbreite zu reduzieren und damit das tropfenförmige Design zu ermöglichen. Ein weiteres Ziel dieser schmaleren Form war es zudem, den Unterboden im Heck aerodynamisch zu optimieren. Dazu mussten die Feder-Dämpfer-Komponenten aus dem Luftstrom verlagert werden. Trotz der schmaleren Hinterachsspur fährt sich der etwas straffer als der ID. Polo abgestimmte Mission Efficiency sicher, neutral und damit typisch wie ein Volkswagen.
Neues halbtrockenes Bremssystem. Der Mission Efficiency besitzt ein neues, halbtrockenes Bremssystem. Vorn arbeitet dabei die klar definiert ansprechende hydraulische Bremse aus dem ID. Polo, hinten eine neue, elektromechanische Bremse. Durch die erstmals bei dieser Studie realisierte Bremse im Heck sinken die Reibverluste an der Hinterachse gen Null; und das führt zu einem Plus an Reichweite. Weitere Vorteile: Die Leitungen samt Bremsflüssigkeit für die Hinterachsbremse entfallen – auch das ist eine von vielen Maßnahmen, um wo immer möglich Gewicht zu sparen und den Raum so ökonomisch wie möglich zu nutzen. Fahrdynamisch kann über die neue elektromechanische Bremse die Bremskraft variabel auf die Räder verteilt werden, was nicht nur die Rekuperation weiter verbessert, sondern auch für eine stabilere Kurvenlage sorgt und das Bremsen komfortabler und gleichzeitig performanter macht. Entwickelt wurde die neue Bremse von Volkswagen zusammen mit dem internationalen Technologieunternehmen AUMOVIO, das beim ID. Polo das Bremssystem zuliefert.
Die Energie der Sonne nutzen. Im Glasdach und in der Heckklappe des Mission Efficiency hat Volkswagen ein Photovoltaiksystem mit 370 W Leistung strömungsgünstig integriert. Das System versorgt die Bordnetzverbraucher. Und das reduziert den Energieverbrauch der Traktionsbatterie und steigert die Gesamteffizienz sowie die reale Reichweite des Fahrzeugs. Je nach Jahreszeit, Region und Wetterbedingungen erhöht sich die Reichweite durch das Photovoltaiksystem um bis zu 30 Kilometer pro Tag.
„Bring your own device“. Das Interieur des Mission Efficiency ist – dem Charakter einer Studie entsprechend – weitgehend eigenständig ausgeführt. Aus dem ID. Polo übernommen wurden Module wie das Multifunktionslenkrad, die Lenkstockhebel, die leicht verkürzte Klimabedienleiste mit haptischen Tasten und der zentrale Lautstärkeregler. Neu entstanden sind indes die Leichtbau-Schalttafel- und Türverkleidungen, die Türgriffschlaufen als Öffner sowie die markant gestylten Sportsitze und die Rücksitzanlage. Fest eingebaute Lautsprecher werden aus Gewichtsgründen durch eine mobile Bluetooth-Box ersetzt. Optisch auffallend: Anders als im ID. Polo, gibt es kein fest integriertes Infotainmentdisplay. Stattdessen wurde hier ein Konzept entwickelt, das die Bezeichnung „Bring your own device“ trägt. Die Bezeichnung sagt es: Die Funktion des Infotainmentscreens übernimmt das eigene Android- oder Apple-Tablet/Smartphone, das über eine Klemmschiene arretiert wird und kabellos mit dem Wagen verbunden ist. Dabei werden sämtliche Funktionen des Infotainmentsystems auf dem Screen des gekoppelten Device dargestellt.
Mission Efficiency2 – technische Daten |
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Antrieb |
MEB+, Frontantrieb |
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Batteriegröße (netto)3 |
54,9 kWh |
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Leistung |
99 kW (135 PS) |
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Ladeleistung DC (max.) |
105 kW |
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Fahrverbrauch WLTP |
8,4 kWh/100 km |
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Verbrauch bei Rekordfahrt |
7,51 kW/h inkl. Ladeverluste 6,89 kWh/100 ohne Ladeverluste |
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Vmax und 0-100 km/h |
160 km/h und 9,0 s |
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Länge |
4.775 mm |
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Breite |
1.744 mm (ohne Spiegel) |
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Höhe |
1.392 mm |
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Radstand |
2.700 mm |
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cW x A |
0,158 x 2,08 m2 |
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Hinweise
1. Kategorie „Seriennahes, alltagstaugliches Viersitzer-Elektrofahrzeug“ des Rekord-Institut für Deutschland (RID).
2. Studie.
3. Anpassung der „Usable Battery Energy“ softwareseitig von 52,0 auf 54,9 kWh (netto). Da in der Serie die Langlebigkeit der Batterie gewährleistet werden soll, wird dort bewusst nicht der maximale Energiegehalt genutzt. Für ein Rekordfahrzeug mit temporären Einsätzen gelten diese Gesetzmäßigkeiten nicht.
4. ID. Polo (99 KW) – Stromverbrauch 13,6 – 19,9 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km
5. Energieverbrauch ohne Ladeverluste.
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Der neue Mission Efficiency_FINAL.pdf